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Handball:
(DJK/MJC Trier)

"Miezen" wollen der "Seuche" trotzen

Aufatmen und Erleicherung beim Deutschen Handballmeister der Frauen in einer sportlich schwierigen Phase: Personell gebeutelt durch die monatelangen Ausfälle der Leistungsträgerinnen Alexandra Gräfer, Maren Baumbach, Kerstin Reckenthäler, Elena Verechtchako und bis vor kurzem auch Marielle Bohm sackten die Miezen durch eine deftige Niederlage beim Titelfavoriten HC Leipzig und den sensationellen doppelten Punktverlust am vergangenen Samstag gegen Aufsteiger TuS Weibern in eigener Halle bis ins untere Tabellenmittelfeld ab.

Nach dem deutlichen 33:25-Erfolg am Mittwoch abend beim Deutschen Rekordmeister Bayer 04 Leverkusen sieht die Welt für die Mannschaft des ehemaligen Bundestrainers Dago Leukefeld vor den entscheidenden Spielen um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League am kommenden Wochenende beim slowenischen Vizemeister RK Piran allerdings schon wieder viel freundlicher aus. Dies obwohl die körperliche Belastung für das verbliebene "Häuflein der aufrechten Miezen" derzeit sehr hoch ist: Fünf Spiele in 12 Tagen, dazu noch die Reisestrapazen mit Hin- und Rückflug und Busfahrt nach Slowenien, wo die beiden Spiele innerhalb von 18 Stunden (Samstag 18 Uhr und Sonntag 12 Uhr) ausgetragen werden. Dennoch hat Leukefeld keine Bedenken wegen der körperlichen Belastungen: "Die Mannschaft ist topfit, das hat sie am Mittwoch in Leverkusen bewiesen. Wir brauchen im Moment jedes Spiel, um an unserer sportlichen Abstimmung zu arbeiten. Wir müssen uns jetzt im Moment einfach über die Runden retten und hoffen, dass der Kader dann Anfang des Jahres wieder komplett ist."

Gegen Slowenien haben Leukefeld und sein Co-Trainer Wolfgang Reckenthäler nichts dem Zufall überlassen, hatten vor einer Woche ein eigenes Beobachtungsteam vor Ort. Die Video-Afnahmen haben Leukefeld und Reckenthäler die notwendigen Informationen über den Gegner gegeben, den es auszuschalten gilt, um dann 2004 die Weltklasse in der Arena Trier zu empfangen. Zum derzeitigen "Seuchenzustand" des aktuellen Meisters passt auch das Pokal-Los, das die Mannschaft für die erste Hauptrunde gezogen hat: Die Miezen mssen bei einem der Titelanwärter, dem 1. FC Nürnberg, antreten. Aber Leukefeld fällt auch deswegen nicht in Schwermut: "Wenn's Dich trifft, dann halt richtig. Wir werden natürlich alles daran setzen, auch in Nürnberg zu bestehen, aber wir wissen, dass wir dort momentan nur Außenseiter sind."


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 11.10.2003, 09:43 Uhr

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