Mit einem ungefährdeten 27:24-(15:9)-Erfolg beim Zweitligisten TG Ketsch
erreichte Bundesliga-Tabellenführer DJK MJC Trier erstmals in seiner
Vereinsgeschichte das "Final Four" am 20./21. Juni in Riesa. Das ist der bisher
größte Erfolg der Trierer "Miezen" in ihrer Vereinsgeschichte. Trotz des
verletzungsbedingten Ausfalls von Svetlana Mozgowaia, Elena Verechtchako und
Anja Althaus sorgte der Bundesligist schnell für klare Verhältnisse. Ein
besonderes Lob verdiente sich dabei Kathrin Scholl, die von Beginn an die
Ketscher Spielmacherin Astrid Wörner mit einer kurzen Deckung aus dem Spiel nahm
und damit die Aufbau-Strategie der Gastgeberinnen empfindlich störte. Da auch
"Miezen"-Torfrau Alexandra Gräfer wieder einmal einen Glanztag erwischt hatte,
konnten sich die Gäste, die von zahlreichen, sich lautstark bemerkbar machenden
Schlachtenbummlern begleitet wurden, innerhalb weniger Minuten auf 5:0 absetzen.
Obwohl Ketsch danach besser ins Spiel kam, verteidigten die Triererinnen diesen
Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff.
Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich das druckvolle Spiel des dezimierten
Bundesligisten fort, der beim Stand von 24:15 (37.) seinen größten Vorsprung
herausgespielt hatte. Danach ließen es die Gäste etwas geruhsamer angehen,
wechselten öfter durch und versuchten, Kräfte für die schwere Begegnung am
kommenden Mittwoch, 12. März, beim TV Lützellinden zu sparen. Coach Dago
Leukefeld machte sich unmittelbar nach dem Schlusspfiff auf, um das
Lützellindener Pokal-Gastspiel beim Zweitligisten HSG Blomberg/Lippe zu sehen.
Co-Trainer Wolfgang Reckenthäler sparte nicht mit Lob für den unterlegenen
Zweitligisten, "auf den wir uns akribisch vorbereitet hatten. Wir hatten Ketsch
nicht unterschätzt."
Erfolgreichste Torschützin auf Trierer Seite war Svetlana Minewskaja mit sieben
Treffern. Die gleiche Anzahl von Toren erzielte auf Seiten der Badenerinnen an
ihrem 20. Geburtstag Rückraumspielerin Stipanka Ivandic, die sich damit trotz
des Pokal-Aus noch ein schönes Geburtstagsgeschenk bescherte.